Am 4. Oktober 2017 um 19 Uhr lädt Volkmar Schöneburg zur kostenlosen Filmvorführung „Hör ich auf getreu zu sein“  ins Kino Movieland Erkner ein. Aus diesem Anlass ist folgendes Interview im Kümmels Anzeiger (Seite 11) erschienen:

Herr Schöneburg, warum haben Sie sich für Ihre fünfte Filmvorführung in Erkner für den Film „Hör ich auf getreu zu sein“ entschieden?
Der Film ist einfach faszinierend! Regisseur Jan Zabeil begleitet mit der Kamera ehemalige Schüler aus Vietnam auf einer außergewöhnlichen, sehr langen Reise von Hanoi über Peking und Moskau nach Moritzburg bei Dresden. Während in ihrer Heimat der Vietnam-Krieg tobte, hatten sie die Chance an einer Grundschule der DDR zu lernen. Mit der Eisenbahn fahren sie 50 Jahre später an den Ort ihrer Kindheit zurück, allerdings liegt dieser nicht mehr in der DDR, sondern in dem wiedervereinigten Deutschland. Der Moment, in dem die Schüler auf ihre ehemaligen Lehrer und Erzieher treffen, ist nicht in Worte zu fassen.
Doch der Dokumentarfilm schafft es, das emotionale Wiedersehen zwischen Lehrern und Schülern mit der Kamera einzufangen.

Worin liegt die Bereicherung des Films?
Der Film reflektiert über zweigeteilte Länder: Zum einen Vietnam, das mit Krieg wiedervereinigt wurde und zum anderen Deutschland, das ohne Gewalt zusammengeführt wurde.

Sie haben sich noch einen Gast für die Diskussion eingeladen?
Ich freue mich sehr, dass der Pressesprecher des Cottbuser Filmfestivals, Denis Demmerle, an dem Abend dabei sein wird. Denn der Film wird auf dem diesjährigen 27. Festival aufgeführt, welches vom 7. bis 12. November 2017 stattfindet und insgesamt 150 filmische Einzeltitel zählt.

Was hat sie dazu bewogen, mit dem Cottbuser Filmfestival zu kooperieren?
Erstmal: Im Osten werden einfach gute Filme produziert. Die Bedeutung des osteuropäischen Films ist zudem in der aktuellen außenpolitischen Situation noch wertvoller. Auch medienpolitisch ist das Festival ein Korrektiv, denn auf dem deutschen Film markt spielen hauptsächlich westeuropäische oder amerikanische Filme eine Rolle. Ich bin der Überzeugung, dass die Filme, die im Rahmen des Festivals gezeigt werden, Brücken schmieden, insbesondere zwischen den postsowjetischen und europäischen Ländern.

Zum Filmfestival:
Das 27. FilmFestival Cottbus findet vom 07. bis 12. November 2017 statt und umfasst 150 filmische Einzeltitel. Es zeigt kurze und lange Spielfilme mittel- und osteuropäischer Regisseure und Produzenten. Es bedient eine Bandbreite des osteuropäischen Kinos vom Arthouse Film bis zum Blockbuster, vom Sozialdrama bis zur schwarzen Komödie. Kern des Festivals sind drei Wettbewerbe für Spielfilm, Kurzspielfilm und der tri-nationale U18 Wettbewerb Jugendfilm. Insgesamt vergibt das FilmFestival Cottbus in diesem Jahr Preisgelder im Wert von fast 80.000 EUR.