Die 129 Kinosessel waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Wer hätte gedacht, dass der Film „Der junge Karl Marx“ so viele Menschen hinter dem Ofen vorlockt.
Am Mittwochabend lud der Landtagsabgeordnete Volkmar Schöneburg zu seiner vierten kostenlosen Filmvorführung ins Kino Movieland Erkner ein. Anschließend wurde kontrovers über das Werk von Marx und die aktuelle Bedeutung diskutiert.

Pressebericht im SPREEBOTE-Online

Volkmar Movieland

Volkmar Schöneburg bei der anschließenden Diskussion.
© Christoph Ulbricht

Der Spielfilm „Der junge Karl Marx“ von Raoul Peak behandelt einen noch heute aktuellen Stoff. So sagte Volkmar Schöneburg einleitend: „Marx und sein kongenialer Freund Engels haben nichts von ihrer Bedeutung eingebüßt. 2008, auf dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise, titelte die Times: ‚Er ist wieder zurück.‘ Gemeint war Karl Marx, der scharfsinnigste Analytiker des modernen Kapitalismus. Er hat als Erster das unerbittliche, ruhelose und egoistische Wesen des Kapitalismus beschrieben und vor den Folgen einer Globalisierung gewarnt. Will man also die Welt etwas gerechter gestalten, sind Marxens Analysen unverzichtbar.“

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus

Marx und Engels, aber auch Marxens Frau Jenny wollten sich Mitte der 40er Jahre des 19. Jahrhunderts mit den gegebenen, ungerechten Verhältnissen einfach nicht abfinden. Daraus erwuchs ihr politisches und wissenschaftliches Engagement. Sie wollten, eine Formulierung von Marx aufgreifend, die Verhältnisse zum Tanzen bringen. Insofern ist der Film auch ein Plädoyer dafür, sich einzumischen – egal auf welcher Ebene.